Traumschleife Nahe-Felsen-Weg

Diese zehn Kilometer lange Traumschleife mit ihrem hohen Pfadanteil überrascht immer wieder mit schönen Ausblicken ins Nahetal und auf die Innenstadt von Oberstein. Zwei mittelalterliche Burgruinen und die Felsenkirche liegen am Weg und können besichtigt werden. Es geht an Felsen vorbei und darüber hinweg. Ein idyllisches Bachtal und das Naturschutzgebiet Altenberg befinden sich ebenfalls auf der Route.

Technisches Datenblatt
Nr.24125658
Eine Wanderung Idar-Oberstein erstellt am 18.07.2022 von Konrad Friedgen. MAJ : 13.09.2022
Dauer Durchschnittliche Dauer: 4h30[?]
Länge Länge: 10.22km
Positive Höhenmeter Positive Höhenmeter: 550m
Negative Höhenmeter Negative Höhenmeter: 548m
Höchster Punkt Höchster Punkt: 471m
Niedrigster Punkt Niedrigster Punkt: 238m
Mittel (T2) Schwierigkeitsgrad: Mittel (T2)
Zurück zum Start Zurück zum Start: Ja
Zu Fuβ Zu Fuβ
Gemeinde Gemeinde : Idar-Oberstein
Start Start : N 49.70491° / E 7.32762°
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Beschreibung der Wandertour

Wir starten die Wanderung ab der Fußgängerzone von Oberstein (Burggasse). Ganz in der Nähe gibt es Bushaltestellen und auch mehrere Parkplätze (gebührenpflichtig: Stadttheater - Wilhlemstraße, Austraße etc.).

(S/Z) Aus der Fußgängerzone von Oberstein gehen wir auf den Kirchweg und steigen über unzählige Treppenstufen zur Felsenkirche (1) hinauf. Auf asphaltiertem Grund geht es hinter der kleinen Felsenkapelle weiter steil bergan. Etwa 150 m hinter der Felsenkirche, halten wir uns links, nächste Möglichkeit rechts und sofort wieder rechts. Über Serpentinen und durch Waldparzellen geht es Richtung Schloss Oberstein.

(2) Das Schloss Oberstein, das auch "Neues Schloss" genannt wird, war Stammsitz des Grafengeschlechts Dhaun-Oberstein. Vom ehemaligen Burghof fällt der herausragende Panoramablick auf Idar-Oberstein mit ihren unzähligen Edelsteinschleifereien und Souvenirläden. Auch die bewaldeten Höhenzüge der so genannten "Preußischen Berge" bei Birkenfeld und Kusel sind von Schloss Oberstein in der Ferne gut auszumachen. Wir gehen vom Schloss zurück, biegen rechts ab und halten uns an der Gabelung links. Wir befinden uns im Obersteiner Stadtwald.

(3) Wir erreichen den Schlossweiher, an dem wir links vorbeigehen und ihn halb umrunden. Eine Grillhütte und mehrere Bänke und Tische laden hier zu einer Rast ein. Wir gehen ein Stück nach links auf der Straße Schlossweiher und biegen dann rechts an einem Wanderparkplatz entlang. Auf schmalen Waldpfaden folgen wir der Routenbeschilderung des Nahe-Felsen-Weges.

(4) Wir stoßen auf einen anderen Waldweg, folgen diesem ein Stück und biegen sofort wieder rechts ab. Wir folgen dem Wegverlauf etwa 2,5 km bis zur nächsten Gabelung, wo wir uns rechts halten.

(5) Wir gelangen zu einem weiteren Aussichtspunkt, der neben einem Blick ins Nahetal die Stadtteile Nahbollenbach und Weierbach sichtbar werden lässt. Dahinter biegen wir rechts ab und folgen dem linken Weg. Gleich zweimal haben die Erbauer im nun folgenden Teilabschnitt eine „Himmelsleiter“ in Baumstämme geschlagen und in die Streckenführung eingebaut, um steile An- und Abstiege zu überwinden. Auch zwei rustikale Waldliegen laden auf einer Waldwiese zur Wanderrast ein.

(6) Nachdem der Wanderweg scharf links abgebogen ist folgt ein Steilabstieg mit anschließendem Abstecher ans Naheufer. Wir queren die B41 und die Gleise und folgen dem Weg in einer Rechtskurve. Wir befinden uns im Naturschutzgebiet am Altenberg. Hier herrscht eine nahezu mediterrane Vegetation. Felsen, Kiefern und Ginsterbüsche säumen den schmalen Pfad, der sich bergan windet und immer wieder tolle Ausblicke ins Nahetal gestattet. In den felsigen Hängen des Heinzenberges brüten seltene Vogelarten wie Uhu, Turmfalke, Dohle und Zippammer.

(7) Beim Erreichen des Waldes, wo wir uns an der ersten Gabelung links halten, wird es dann recht anspruchsvoll. Mehrere steile Abschnitte hat man mit dicken Seilen versehen, um auch bei regnerischer Wetterlage einen sicheren Aufstieg zu gewährleisten.

(8) Mittels einer Holzbrücke wird schließlich das tief eingeschnittene Seitzenbachtal überwunden, um noch einmal steil bergan zu den Aussichtspunkten Götzplatz und Homersfelsen hinauf zu steigen. Das Schloss Oberstein, die Ruine der Burg Bosselstein und die darunter förmlich in der Steilwand „klebende“ Felsenkirche kann man von hier oben aus bewundern. Auch die Blicke ins Nahetal und auf den Stadtteil Oberstein suchen ihresgleichen.

(9) Vorbei an Burg Bosselstein folgen wir dem Weg nach links, biegen erneut links ab und dann wieder links zurück zur Felsenkirche (1). Über die bereits erwähnten Treppenstufen gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt, in die Altstadt von Oberstein zurück (S/Z).

Waypoints:
D/A : km 0 - alt. 263m - Fußgängerzone von Oberstein
1 : km 0.11 - alt. 292m - Felsenkirche
2 : km 0.72 - alt. 356m - Schloss Oberstein
3 : km 1.06 - alt. 399m - Schlossweiher
4 : km 1.63 - alt. 415m - Waldweg
5 : km 4.47 - alt. 348m - Aussichtspunkt
6 : km 5.55 - alt. 238m - Abstecher Naheufer
7 : km 7.21 - alt. 353m - Wald
8 : km 9.1 - alt. 292m - Götzplatz
9 : km 9.64 - alt. 347m - Burg Bosselstein
D/A : km 10.22 - alt. 263m - Fußgängerzone von Oberstein

Nützliche Informationen

  • Die Tour führt größtenteils über Pfade und einige Stellen sind mit Seilen gesichert. Gute Wanderschuhe sind daher absolut zu empfehlen.
  • Einkehrmöglichkeiten gibt es vor allem in Oberstein, während der Wanderung sollten Sie ausreichend Verpflegung mitnehmen.

Bitte sei bei einer Wanderung immer vorsichtig und vorausschauend. Visorando und der Autor dieser Wanderung können im Falle von Unfällen, die auf der Tour passieren, nicht verantwortlich gemacht werden.

Während der Wanderung oder in der Nähe

* Felsenkirche (1)
Sie wurde im Jahre 1482 von den Grafen Dhaun-Oberstein errichtet. Der Flügelaltar aus dem 14. Jahrhundert ist von der verbliebenen Ausstattung besonders hervorzuheben.

* Schloss Oberstein (2)
Im Jahre 1320 erbaut, wurden die vier Ecktürme des Schlosses von französischen Truppen gesprengt. Der Rest der Anlage fiel 1855 einem Brand zum Opfer.

* Burg Bosselstein (9)
Oberhalb der "Burg im Loch", der heutigen Felsenkirche, erbauten die Herren von Oberstein um 1200 die Burg Bosselstein, in der sie mit dem später eingeheirateten Geschlecht der Daun-Obersteiner zusammenlebten.

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