Vitaltour Rheingrafenstein

Die Vitaltour Rheingrafenstein ist eine Rundwanderung mit hohem Pfadanteil, traumhaften Tiefblicken ins Alsenz- und Nahetal und felsigen, fast ausgesetzten Steigen im Bereich des Berggipfels der Gans. Es geht über ausgedehnte Hochflächen, die schöne Fernsichten bis ins Nordpfälzische Bergland ermöglichen. Mit der Burgruine Rheingrafenstein und der bewirtschafteten Altenbaumburg liegen auch noch zwei sehenswerte mittelalterliche Gemäuer am Weg.

Technisches Datenblatt
Nr.24120276
Eine Wanderung Bad Kreuznach erstellt am 18.07.2022 von Konrad Friedgen. MAJ : 12.09.2022
Dauer Durchschnittliche Dauer: 6h25[?]
Länge Länge: 17.53km
Positive Höhenmeter Positive Höhenmeter: 482m
Negative Höhenmeter Negative Höhenmeter: 486m
Höchster Punkt Höchster Punkt: 339m
Niedrigster Punkt Niedrigster Punkt: 112m
Mittel (T2) Schwierigkeitsgrad: Mittel (T2)
Zurück zum Start Zurück zum Start: Ja
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Gemeinde Gemeinde : Bad Kreuznach
Start Start : N 49.8109° / E 7.84°
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Beschreibung der Wandertour

Wir beginnen die Rundtour auf dem gebührenfreien Wanderparkplatz am Naheufer in Bad Münster am Stein-Ebernburg (Naheweinstraße).

(S/Z) Vom Parkplatz aus geht es naheabwärts ein kurzes Stück direkt am Flussufer entlang. Wir queren die Berliner Straße und die Pouilly-Brücke und folgen dem Weg der Nahe entlang.

(1) Am Rand des Kurparks von Bad Münster am Stein treffen wir auf eine handgezogene Fähre, mit der wir gegen einen Obolus von 1 € ans gegenüberliegende Naheufer gelangen. Am rechten Naheufer angelandet geht es zunächst geradeaus, dann an der ersten Möglichkeit links. Durch das Huttental und über unzählige Trittstufen steigen wir stramm bergan zum Rheingrafenstein hinauf. In halber Hanglage treffen wir auf die Routenführung der Vitaltour, der wir ab jetzt unentwegt folgen. Begleitet von bizarren Gesteinsformationen rechts und links der Route gewinnt man mit dem Serpentinenpfad durch das Huttental schnell an Höhe.

(2) Die senkrecht aufragenden Mauern der Vorburg, die im steilen Fels kurz zu sehen sind, zeigen an, dass uns nur noch wenige Höhenmeter von der Burgruine Rheingrafenstein trennen. Teile des Burgrings, Treppen zum einstigen Wohnturm und ein begehbarer Gewölbekeller sind von dem imposanten mittelalterlichen Gemäuer erhalten geblieben. Eine durch den Fels getriebene Steintreppe führt hoch zu einer Aussichtsplattform, die tolle Blicke ins Nahetal ermöglicht. Man sieht den Kurort Bad Münster am Stein-Ebernburg und jenseits des Talkessels fällt der Blick auf die gewaltigen Wände des Rotenfels. Wir verlassen das Ruinengelände, halten uns links und wandern über holprige Wege durch Eichenwald. Die Route läuft auf schmalen, erdigen Pfaden in ein uriges Tal und führt dann auf felsigen Steigen in die Flanke der Gans. Etwa 700 m von der Burgruine entfernt biegen wir an der T-Kreuzung links ab, an der nächsten Möglichkeit erneut links, zweite Möglichkeit wieder links.

(3) An der nächsten Gabelung halten wir uns rechts und erreichen den Aussichtspunkt Zwei-Bäder-Blick. Von hier aus sieht man links vom Fels Bad Münster am Stein-Ebernburg und geradeaus tief unten im Nahetal ist die Salinenstadt Bad Kreuznach zu sehen. Über eiszeitliche Blockschutthalden geht es durch das Naturschutzgebiet Rheingrafenstein-Gans windungsreich weiter bergauf.

(4) Nach etwa 700 m geht es nach rechts hoch auf den 322 Meter hohen Gipfel der Gans. Von diesem ausgesetzten Felsenhorst fällt der Blick auf Bad Münster am Stein und auf die Ebernburg, die auf einem Bergrücken hoch über dem Kurort aufragt. Wir gehen wieder vom Gipfel herunter, kommen an einem Sendemast vorbei und biegen an der nächsten Möglichkeit links ab. Nach einem weiteren Aussichtspunkt macht der Weg eine Rechtskurve. Wir folgen ihm weiter und halten uns an der nächsten Gabelung rechts.

(5) An der nächsten Möglichkeit biegen wir rechts ab, wir befinden uns an der Rheingrafenwiese, wo sich das Eingangsportal der Vitaltour befindet. Die Runde führt nun über das flache Plateau der Naheberge. In sanftem Auf und Ab geht es über Wiesenflächen, durch Mischwaldparzellen und an Waldsäumen entlang. Das Routenprofil wechselt dabei ständig. Auf breite Forst- und Wiesenwege folgen naturbelassene weiche Waldpfade und holprige Wurzelsteige. Wir folgen der Beschilderung nach links und gleich wieder nach rechts. Wir halten uns geradeaus, biegen dann auf einen breiteren Weg rechts ab und an der Gabelung danach halten wir uns links. An der nächsten Möglichkeit biegen wir links ab, dann die zweite erneut links und weiter geradeaus.

(6) Wir erreichen das Forsthaus Spreitel, biegen links ab und dann zweimal rechts und erreichen die mittelalterlich anmutende Schutzhütte Klause, wo wir uns links halten. An der nächsten T-Kreuzung biegen wir rechts ab und knappe 100 m weiter wieder rechts. An der Gabelung halten wir uns rechts.

(7) Wir erreichen die Ziegenmelkerwiese. Die Bezeichnung geht auf die Ziegen- und Schafbeweidung des Bad Kreuznacher Stadtwalds in den zurückliegenden Jahrhunderten zurück. Heute befindet sich in der Magerwiesenbrache ein Rastplatz, der eine schöne Sicht auf den Rotenfels gestattet. Breite Waldwege führen jetzt durch lichten Mischwald. Hinter der Wiese biegen wir an der Gabelung links ab, halten uns an der Kreuzung geradeaus und biegen an der nächsten Möglichkeit rechts ab und sofort wieder links.

(8) An der nächsten Möglichkeit in der Nähe des Steigerhofes biegen wir erneut zweimal rechts ab, nächste wieder rechts und sofort wieder links. Nächste wieder rechts, wir umrunden den 343 Meter hohen Schlossberg (9). Zweite Möglichkeit links.

(10) Wir erreichen die Bismarckhütte und biegen hier links ab, zweite Möglichkeit wieder links halten. Weiter geht es auf schmalen Waldpfaden Richtung Burgruine Altenbaumburg. An der nächsten Gabelung halten wir uns links, dann rechts und dann sofort wieder links.

(11) Die bewirtschafteten Burgruine Altenbaumburg ist erreicht. Nach einem kurze Stichweg, links abzweigend von der Hauptroute, betreten wir das mittelalterlichen Gemäuer über eine schmale Brücke. Von den Burgmauern haben wir einen tollen Tiefblick ins Alsenztal. Auch der Rotenfels ist von hier aus gut zu sehen. Nun geht es über einen Waldpfad hoch über dem Alsenztal Richtung Uhufels. Nachdem wir wieder auf der Hauptroute sind, folgen wir an der Gabelung dem linken Weg und an der nächsten Kreuzung wählen wir den dritten Weg von rechts. An der Gabelung etwa 750 m weiter halten wir uns links.

(12) Wir erreichen den Uhufels. Nun geht es immer weiter geradeaus, wir queren die Straße Auf der Spreit und folgen dieser dann ein Stück, bevor wir nach rechts und sofort wieder nach links abbiegen.

(13) Der Aussichtspunkt Johanneslust ist erreicht. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf Rheingrafenstein und Gans. Wir folgen dem Weg nach rechts, halten uns geradeaus und an der nächsten Gabelung links.

(14) Wir queren den Kehrenbach und biegen dann links ab. Mit der Handseilfähre gelangen wir wieder in den Kurpark am gegenüber liegenden Naheufer (1). Wir biegen links ab, sofort wieder rechts und wieder links.

(S/Z) Über die Pouilly-Brücke und die Berliner Straße gelangen wir wieder zum Ausgangspunkt.

Waypoints:
D/A : km 0 - alt. 117m - Wanderparkplatz am Naheufer in Bad Münster
1 : km 0.78 - alt. 113m - Handseilfähre
2 : km 1.52 - alt. 190m - Burgruine Rheingrafenstein
3 : km 3.29 - alt. 246m - Aussichtspunkt Zwei-Bäder-Blick
4 : km 4.06 - alt. 303m - Gipfel der Gans
5 : km 5.19 - alt. 270m - Rheingrafenwiese
6 : km 6.64 - alt. 275m - Forsthaus Spreitel
7 : km 8.01 - alt. 317m - Zigenmelkerwiese
8 : km 9.56 - alt. 318m - Steigerhof
9 : km 10.57 - alt. 339m - Schlossberg
10 : km 11.44 - alt. 330m - Bismarckhütte
11 : km 12.63 - alt. 228m - Burgruine Altenbaumburg
12 : km 14.37 - alt. 232m - Uhufels
13 : km 16.05 - alt. 140m - Aussichtspunkt Johanneslust
14 : km 16.56 - alt. 161m - Kehrenbach
D/A : km 17.53 - alt. 116m - Wanderparkplatz am Naheufer in Bad Münster

Nützliche Informationen

Wanderschuhe bzw. festes Schuhwerk sind empfehlenswert, da der Weg teils über felsige Pfade verläuft.

Bitte sei bei einer Wanderung immer vorsichtig und vorausschauend. Visorando und der Autor dieser Wanderung können im Falle von Unfällen, die auf der Tour passieren, nicht verantwortlich gemacht werden.

Während der Wanderung oder in der Nähe

Handseilfähre (1)
Es ist die einzige Handseilfähre in Südwestdeutschland. Beim Übersetzen kann man die schroffen, lotrecht in die Nahe fallenden Felswände des Rheingrafensteins bewundern.

Burgruine Rheingrafenstein (2)
Im 11. oder 12. Jahrhundert wurde die Burg auf dem 246 Meter hohen Felsen aus Porphyrgestein von den Nahegaugrafen errichtet. Außerdem war sie während des Mittelalters bis zur Französischen Revolution der Stammsitz der Ritter vom Stein, der späteren Wild- und Rheingrafen.

Burgruine Altenbaumburg (11)
Die Spornburg hoch über dem Alsenztal und der Ortschaft Altenbamberg wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert errichtet. Der einstige Stammsitz der Raugrafen ist eine der größten Burgruinen in der Pfalz.

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